AIT SELMA

Ait Selma GmbH verbindet exquisites Schweizer Design mit der handwerklichen Fertigkeit von südmarokkanischen Berber-Frauen. Dabei entstehen in Web-und Knüpftechniken edle Tapisserien, Teppich-Unikate und limitierte Editionen.

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SALOMÉ BÄUMLIN – Die Künstlerin und Textil Designerin Salomé Bäumlin (1980) befasst sich umfassend mit der Frage nach der kulturellen Nachhaltigkeit im Umfeld der Kunst- und Designproduktion. Als Hausdesignerin ist sie verantwortlich für die Konzeption und die Kollektionen von Ait Selma und Ansprechpartnerin für Spezialanfertigungen und Raumkonzepte.

 

FARID AIT BELKASS – Der Teppichhändler und Reiseleiter Farid Ait Belkass (1979) stammt selbst aus dem Produktionsgebiet und gehört dem Berberstamm der Ait Ouazguite an. Er hat seit jungen Jahren grosse Erfahrung darin gesammelt, Menschen verschiedener Herkunft, Sprachen und Kulturen zusammenzubringen. Er begleitet den   Produktionsprozess von Ait Selma in Marokko.

HANDWERKERINNEN DES BERBER-STAMMES AIT OUAZGUITE – Frauen verschiedener Dörfer bringen ihre ganz spezifischen handwerklichen Kompetenzen aus der vielfältigen marokkanischen Teppichtradition für Ait Selma ein. Nebst der Umsetzung von Designs für Ait Selma schaffen sie weiterhin eigene Teppiche, arbeiten auf dem Feld und versorgen die Familie und die Tiere.

Philosophie

 

Ait Selma ist von der zen-Buddhistischen Philosophie beeinflusst und strebt ein Agieren im Einklang mit Mensch und Natur an. Das Unternehmen setzt auf kulturell nachhaltige Entwicklung und ressourcenorientierte Produktionsstrategien. Der Begriff der Entwicklung wird dabei verstanden als adäquate Anpassung an die sich ständig verändernden Lebensbedingungen. Wir fördern handwerkliches Können und setzen uns für dessen umfassende Anerkennung ein. Ait Selma ist ein interkulturelles Unternehmen und konfessionell neutral.

1. Asymmetrie (fukinsei)
Ist das Design asymmetrisch aufgebaut?
Folgt es natürlichen, organischen Strukturen und drückt dabei das Lebendige, sich Verändernde aus?

2. Schlichtheit – Reduktion (kanso)
Unterliegt das Design einer Mode, einem Stil?
Kann das Design weiter reduziert werden, ohne kalt und abstossend zu wirken?
Begünstigt das Design des Objektes ein gleichwertiges Nebeneinander mit anderen Artefakten?

3. Karge Erhabenheit des Alters im Wandel (koko)
Werden organische Materialien verwendet?
Ist die Verwendung von nicht regelmässigem, schadhaftem Material möglich?
Wie verändert sich das Material durch den Gebrauch und die Zeit?
Lässt das Design einen sich wandelnden Gebrauch zu?

4. Natürlichkeit, So-heit (shizen)
Wirkt das Design lebendig und natürlich?
Verändert sich das Design durch die Einwirkung der Elemente? Welche Farben werden verwendet, und ist ein Bezug zur Natur sichtbar?
Ist der Designprozess frei oder folgt er klaren Regeln? Besteht ein festgesetztes, zu erreichendes Ziel?

5. Tiefgründigkeit, Zurückhaltung (yugen)
Lässt das Design der Fantasie Freiraum?
Lassen das Design und die Materialien ein Spiel von Schatten und Licht zu?
Wirkt das Design warm oder abweisend? Gibt es undefinierte und unvollkommene Formen und wie stehen sie zum Ganzen?

6. Frei werden von weltlicher Form (datsuzoku)
Unter welchen Arbeitsbedingungen arbeitet der Designer?
Welche Produktionsbedingungen sind vorgesehen?
Hat der Produzent/Handwerker einen gestalterischen Freiraum?
Wird gemeinschaftliches Arbeiten gefördert?
Für wen ist das Produkt vorgesehen, und in welcher Preiskategorie liegt es?
Fördert das Design die Gleichheit zwischen Gestalter, Handwerker/Produzent und Konsument?

7. Innere Ruhe, Stille im Frieden (seijaku)
Welchen Geist vermittelt das Design?
Regt das Design über die Materialien zu Einsichten an?
Begünstigt das Design ein harmonisches Leben?
Wird der Umwelt Sorge getragen?

 

 

PRODUKTION

 

In der wirtschaftlich schwachen Bergregion zwischen dem Hohen Atlas und dem Antiatlas stellt Ait Selma in Zusammenarbeit mit lokalen Weberinnen verschiedener Dörfer kulturell nachhaltige Teppiche her. Die Produktion basiert auf einer zusammenhängenden Wertschöpfungskette. Der ganze Herstellungsprozess, von der Rohwolle bis zum fertigen Textil, geschieht von Hand. Zum Färben der Wolle werden pflanzliche und unbedenkliche mineralische Rohstoffe verwendet.

WOLLE – Ait Selma verwendet ausgesuchte Schafwolle aus der Region. Im Bestreben ökologisch rücksichtsvoll  und stets mit dem Gegebenen zu arbeiten, verwendet  Ait Selma vor allem naturbelassene ungefärbte Wolle und schafft daraus langlebiges und zeitloses Design. Durch Mischen verschiedenfarbiger Wollfasern – von weissen und braunen bis hin zu schwarzen, werden während des Kämmens und Spinnens unterschiedliche Farbtöne geschaffen.

FÄRBEREI – Ait Selma ist dabei, die pflanzlichen Färbedrogen wieder zu entdecken und setzt dabei auf ökologisch wenig bedenkliche Rohstoffe, wie Küchenabfälle von Gemüsen und Früchten sowie Wildsammlungen. Je nach Jahreszeit und Wetterbedingungen werden andere Färbedrogen angewandt. Ait Selma verwendet als Beiz- und Fixiermittel ausschliesslich das Salz Alaun und Essig.

DIENSTLEISTUNGEN – Ait Selma realisiert textile Spezialanfertigungen und bietet Ihnen ganzheitliche Beratung und Konzeption für Ihre Räume an.

 

 

 

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